Portrait des Berliner Künstlers Harald Gnade vor zeitgenössischer Kunst zwischen Naturlandschaft und Abstraktion

“Natur und Parallelnatur”

Harald Gnadeewegt sich in seiner Malerei zwischen Naturlandschaft und Abstraktion. Organische Formen treffen auf künstliche Stilmittel und setzen Natur und Kultur in ein spannungsreiches Verhältnis.

In Werkreihen wie Copy-Nature, Implanto der Arkadien entstehen Bilder einer „Parallelnatur“, die Fragen nach Umwelt, Technologie und Zukunft aufwerfen.

Harald Gnade blickt auf zahlreiche Ausstellungen zurück. Seine Arbeiten waren unter anderem auf der art KARLSRUHE zu sehen. Die Werke des Künstlers finden große Resonanz bei privaten Sammlerinnen und Sammlern im In- und Ausland. Aktuell präsentieren wir eine Auswahl seiner Arbeiten noch bis Ende Februar 2026 bei KPMG im The Squaire in Frankfurt.

Harald Gnade studierte Malerei und Film an der Universität der Künste Berlin und lebt und arbeitet heute in Berlin und auf Sizilien.

Zwischen atelier und Alltag

3 Fragen. 3 Antworten.

Deine Werke beschäftigen sich intensiv mit Natur und ihren Wechselwirkungen. Wie definierst Du „Natur“ in einer Zeit, in der künstliche und natürliche Elemente zunehmend verschmelzen?

In einer lyrischen und weitgehend abstrakten Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft entstehen in einem gestischen Malprozess, biomorphe, stofflich betonte, oftmals einfarbige Farbkörper und Landschaftsfragmente. Sie erinnern an Moos, Schwamm, Vegetation oder Schwärme, Formationen entstehen und lösen sich auf. Topografien eines schwerelosen Gartens, der unabhängig von Gravitation funktioniert, sich vertikal, diagonal, horizontal oder 180° kopfüber ausdehnt. Die Bildelemente ändern ihre Farbe und Forme, wechseln ihre Position in einem sich wandelnden Bildraum, der mal offen, mal versperrt durch Fläche oder Schrift ist. Naturdarstellungen, herausgelöst aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang, treffen auf naturfremde Zustände wie Lack und Schrift.

Deine Arbeiten bewegen sich zwischen biomorphen Formen und monochromen Farbflächen. Welche Rolle spielen Oberflächenstrukturen und Tiefenwirkung in Deinem kreativen Prozess?

Eine oftmals vom Betrachter angesprochene fotografische Plastizität der

Form entsteht aufgrund der Thematik. Tausende ergeben eins. Eine Lackfläche

wiederum versperrt den Raum. Die Wirkung mancher Arbeiten ist auf den jeweiligen

Bildaufbau sowie partieller Unschärfen und Transparenzen zurück zuführen.

Deine Arbeiten laden zu einer meditativen und intellektuellen Auseinandersetzung ein. Wie erlebst Du die Reaktionen des Publikums und beeinflusst diese Deine zukünftigen Projekte?

Es ist immer spannend zu beobachten wie sich der Betrachter dem Bild nähert und

entfernt und diesen Vorgang mehrere Male wiederholt. Oftmals ist der Grund die Plastizität

der Einzelform. Dies zeigt mir, dass sich der Blick des Betrachters auf die oftmals

rätselhafte Komposition im Kontext zum gesamten Bild im Gedächtnis manifestiert.

Mich interessiert die Frage nach der sogenannten natürliche Natur und ob sie

ausschließlich das ist, was nicht vom Menschen geschaffen wird.

Arkadien von Harald Gnade, abstrakte Mixed-Media-Arbeit mit strukturierten Naturformen in Weiß und Rosa, 120 x 150 cm, 2024

Werke

Arkadien

Dieses Werk gehört zu einer Serie, die Ende 2024 entstanden ist.
Arkadien, Aquarell, Acryl, Guache und Öl-Aluminium auf Leinwand, 120 × 150 cm.

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Werke von Harald Gnade im Bürokomplex The Squaire Frankfurt am Main, zeitgenössische Kunstinstallation in moderner Arbeitsumgebung

Ausstellung

The Squaire Frankfurt

Aktuell zeigen wir Werke von Harald Gnade in einem Bürokomplex im The Squaire Frankfurt am Main.